Fragen und Antworten

Argumente zur E 233

Der Ausbau der E 233 schafft Verbindungen!

Der vierstreifige Ausbau ohne höhengleiche Kreuzungen erhöht die zulässige Höchstgeschwindigkeit sowohl für PKW als auch für LKW. Gleichzeitig verringern sich Staus, baustellenbedingten Umleitungen und Unfälle. Alle Effekte zusammen führen zu einer besseren Erreichbarkeit der Region. So schafft der Ausbau funktionsfähige Verbindungen.

Diese Vorteile des Ausbaus können allerdings nur erreicht werden, wenn die Anzahl der Anschlussstellen reduziert wird. Hier kann es also in Abhängigkeit von Start- und Zielort zu Umwegen im nachgeordneten Straßennetz kommen. Allerdings werden an zahlreichen Stellen Brücken oder Unterführungen der E 233-Trasse geplant, um bestehende Wegebeziehungen weiter aufrechterhalten zu können.

Der Ausbau der E 233 schafft Freizeit!

Der vierstreifige Ausbau verringert die Fahrtzeiten – sowohl für PKW- als auch für LKW-Fahrer. Für PKW reduziert sich die durchschnittliche Fahrtzeit auf der 84 km langen Strecke um etwa 20 Minuten. Hinzu kommen geringere Stressbelastungen durch zähflüssigen Verkehr oder Staus.

Auch LKW-Fahrer profitieren mit einer Zeitersparnis von mindestens 20 Minuten. Bei dieser Gruppe ist die Zeitersparnis im Hinblick auf die einzuhaltenden Lenk- und Ruhezeiten besonders wichtig.

Der Ausbau der E 233 schafft Wachstum und Arbeitsplätze!

Unternehmen und Beschäftigte aller Branchen profitieren von einer sicheren und staufreien E 233. Das gilt etwa für die Liefer- und Montagefahrzeuge aus Handel und Handwerk sowie viele Berufspendler und Touristen.

Damit werden die Kommunen entlang der E 233 durch den vierstreifigen Ausbau als Wirtschaftsstandorte aufgewertet. So schafft der Ausbau der E 233 die Voraussetzungen für weiteres Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze. Ohne den Ausbau würde die unbefriedigende Verkehrssituation zu einem Wettbewerbsnachteil.

Der Ausbau der E 233 schafft Verkehrssicherheit!

Die E 233 ein Unfallschwerpunkt in den Landkreisen Emsland und Cloppenburg. Lt. verkehrswirtschaftlicher Untersuchung ist auf der heutigen Strecke grundsätzlich ein überdurchschnittliches Unfallgeschehen zu verzeichnen. Dies ist bedingt durch die Abbiegesituationen, Kolonnenbildung und den hohen Schwerverkehranteil. Denn die Belastungen im Schwerverkehr liegen hier zwischen 2.900 und 4.200 Lkw/24h. Der Schwerverkehr-Anteil liegt bei 30 – 40 % und ist damit mehr als dreimal so hoch wie der Mittelwert aller niedersächsischen Bundesstraßen.

Der 4 streifige Ausbau der E 233 wird die Verkehrssicherheit erheblich erhöhen. Gründe dafür sind der Wegfall von Gegenverkehr, einfacheres Überholen und kein Querungsverkehr. Im aktuellen BVWP schlägt sich der Beitrag zur Sicherheit über den Nutzungszeitraum mit 412 Mio. Euro nieder, dies entspricht 1/3 des Gesamtnutzens.

Der Ausbau entlastet viele Bürger!

Vielerorts wird die Belastung durch den Verkehr sinken. Der vierstreifige Ausbau führt zu weniger Staubildung. Damit werden Anfahr-, Brems- und Standgeräusche der Fahrzeuge sowie Belastungen durch Abgasemissionen reduziert. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 wird die Zahl der innerörtlich von Lärm entlasteten Bürger auf der Grundlage der Grobplanung mit 1.868 Personen angegeben, während 296 Personen mit mehr Lärm belastet würden. Es ist zu erwarten, dass sich im weiteren Planungsprozess noch Verbesserungen erreichen lassen. Dort, wo dennoch die gesetzlichen Grenzwerte nicht eingehalten werden können, haben die betroffenen Bürger Anspruch auf aktiven bzw. passiven Lärmschutz.

Ferner wird der Ausbau nach den heute geltenden, wesentlich strengeren Lärmschutzvorgeben ausgeführt.

Auch während der Ausbauphase sind keine wesentlichen Beeinträchtigungen für die Anlieger zu erwarten. Der Ausbau soll unter Verkehr auf der Bestandstraße erfolgen. Somit sind keine größeren Ausweichverkehre oder Umleitungen erforderlich.

Die absoluten Abgasemissionen der Fahrzeuge werden sich ebenfalls nicht erhöhen, sondern sich trotz steigendem Verkehr weiter reduzieren – und das unabhängig vom Ausbau der E233. Die EU Vorgaben für die Abgasemissionen für die seit 1993 gebauten und die noch kommenden Fahrzeuge wurde und wird weiterhin deutlich reduziert.

Die Reichweite der Abgasemissionen hängt maßgeblich von der jeweils aktuellen Windrichtung ab und nimmt mit zunehmender Entfernung von der Trasse stark ab. Grenzwertüberschreitungen bei Feinstaub oder anderen Luftschadstoffen sind ein städtisches Problem und kommen beim Ausbau der E 233 nicht zum Tragen.

Der Umwelteingriff durch die neue Trassenführung ist gering!

Die Trassenführung der Ausbauvariante orientiert sich stark an der bestehenden E 233-Trasse. Der vierstreifige Ausbau und die damit möglichen höheren Geschwindigkeiten machen es allerdings erforderlich, Kurvenradien zu erhöhen und bestehende Kreuzungen aufzuheben. Dennoch ist der Eingriff in bestehende Verkehrswege, Flächen und die Umwelt so gering wie möglich.

Dies gilt auch im Hinblick auf Alternativen. Im Rahmen der Entwurfsplanungen wurden diese ausführlich geprüft. Da das Ausweichen auf das bestehende Autobahnnetz mit erheblichen Umwegen verbunden ist, stellt dies keine Alternative dar. Der in diesem Zusammenhang ebenfalls geprüfte dreistreifige Ausbau (geringerer Flächenverbrauch) wurde wegen der fehlenden Leistungsfähigkeit und der geringen Verkehrssicherheit verworfen.

Zu berücksichtigen ist auch, dass im Zuge des Ausbaus der E 233 zur Kompensation der Eingriffe in den Naturhaushalt im erheblichen Umfang Ausgleichsflächen für eine Aufwertung von Fauna und Flora dauerhaft zur Verfügung gestellt werden müssen.

Der Flächenbedarf des gesamten Projektes (ca. 1.200 Hektar) definiert sich zu mehr als 50 % durch Ausgleichsflächen für Forst- und Landwirtschaft. Fläche, die im Rahmen des Ausbau neu versiegelt, also asphaltiert, ist mit ca. 150 Hektar wesentlich geringer.

Flächenbedarf

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis spricht für einen Ausbau!

Aktuell ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis mit 1:2 bewertet. Der in Euro bewertete Nutzen des Ausbaus übertrifft die Kosten folglich um mehr als das Doppelte. Der Ausbau ist daher nach aktuellem Planungsstand volkswirtschaftlich sehr sinnvoll.

Kostensteigerungen können natürlich nicht ausgeschlossen werden. Diese können sich unter anderem mit allgemeinen Preissteigerungen oder mit Planänderungen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger ergeben. Mit den Kostensteigerungen gehen aber vielfach auch höhere Nutzenwerte einher, so dass sich das Nutzen-Kosten-Verhältnis nicht zwingend verschlechtert.

Die Realisierungschancen für den Ausbau sind hoch!

Der vierstreifige Ausbau der E 233 ist im Vordringlichen Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegeplans eingestuft und soll somit spätestens bis zum Jahr 2030 realisiert sein. Auch das Land Niedersachsen steht hinter diesem Vorhaben. Vorausgesetzt, dass sich im laufenden Planungsprozess keine wesentlichen Hinderungsgründe ergeben, kann davon ausgegangen werden, dass die E 233 zeitnah ausgebaut wird.

Die Strecke ist in acht Planungsabschnitte eingeteilt. Bereits abgeschlossen ist dabei der vierstreifige Ausbau der Ortsumgehung Cloppenburg. Die übrigen sieben Abschnitte befinden sich in unterschiedlichen Planungsstadien. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung hat beispielsweise bei der Festlegung der Anschlussstellen in Meppen-Versen und Bokeloh zu umfassenden Planungsänderungen geführt, um die Anliegen der Anwohner zu berücksichtigen.

Die nächsten konkreten Schritte sind die Fertigstellung der Planungsunterlagen für alle übrigen Streckenabschnitte und nach der Bestätigung der Planung durch das Bundesverkehrsministerium (sog. „Gesehen“-Vermerk) die Erstellung der Planfeststellungsunterlagen.